Musikindustrie

Musik ist nach wie vor eines der begehrtesten Produkte der Unterhaltungsindustrie. Die tägliche Musiknutzung von Tonträgern ist in den Jahren 2000 bis 2010 laut Media Analyse von 22 auf 31 Minuten angestiegen. Der Bundesverband Musikindustrie muss für diesen Zeitraum jedoch einen Umsatzrückgang verzeichnen. Der Umsatz der phonographischen Wirtschaft in Deutschland lag 2008 bei 1.530 Milliarden Euro (gegenüber 2.630 Milliarden Euro im Jahre 2000).

Auch wenn immer mehr Musik digital verkauft wird, bleibt die CD mit Abstand das beliebteste Musikprodukt der Deutschen. Mit rund 145,1 Millionen verkauften Alben lag ihr Absatz 2008 gerade mal 2,4 Prozent unter dem Vorjahr. Während in anderen Ländern die CD-Verkäufe drastische Einbrüche verzeichnen, geht der Transformationsprozess von physisch zu digital hierzulande erheblich langsamer voran.

Musikdiebstahl im Internet und ausuferndes Privatkopieren bleiben das zentrale Problem der Musikindustrie – auf einen legalen kommen acht illegale Downloads und auf organisierten Partys werden ganze Festplatten mit mehreren Tausend Musikdateien getauscht.
So lagerten 2008 auf deutschen Festplatten, MP3-Playern und Musikhandys 26,2 Milliarden Musikdateien, teils legaler, teils illegaler Herkunft. Auch die Zahl der Personen, die Songs aus Tauschbörsen beziehen, hat sich erstmals seit 2005 im Vergleich zum Vorjahr wieder erhöht. Deckten 2007 noch 3,35 Millionen Deutsche ihren Musikbedarf aus Tauschbörsen, waren es 2008 fast 400.000 Personen mehr.

Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl derjenigen, die für Musikdownloads bezahlen, von 4,09 auf 4,47 Millionen. Das Internet wird als Vertriebsweg für Musikprodukte immer wichtiger. Auf die digitalen Vertriebswege Internet-Versandhandel, Downloadshops und Mobile entfielen 2008 bereits 26,7 Prozent aller Umsätze. Vor allem Download-Händler wie iTunes oder Musicload konnten ihren Anteil von 3,6 Prozent in 2007 auf 5,1 Prozent in 2008 steigern. Erfreulich stimmt, dass das Album auch beim Download immer mehr Anhänger findet. So stiegen die Verkäufe sogenannter Bundles von 2,6 Millionen Stück in 2007 auf 3,9 Millionen Stück in 2008.

Links

Bundesverband Musikindustrie
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.musikin- dustrie.de

Branchenmagazin "Musikmarkt"
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.musikmarkt.de

media-control
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.media- control.de