
Musik ist nach wie vor eines der begehrtesten Produkte der Unterhaltungsindustrie. Die tägliche Musiknutzung von Tonträgern ist in den Jahren 2000 bis 2010 laut Media Analyse von 22 auf 31 Minuten angestiegen.
Der
Bundesverband Musikindustrie muss für diesen Zeitraum jedoch einen Umsatzrückgang verzeichnen. Trotz eines erneuten Umsatzrückgangs von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr überholt der deutsche Musikmarkt 2010 den Markt Großbritanniens und belegt mit einem Umsatzvolumen von 1,669 Mrd. Euro hinter den USA und Japan Platz drei der Weltrangliste. Entgegen des weltweiten Trends machen in Deutschland laut der offiziellen Musikmarktstatistik des Bundesverbandes Musikindustrie e. V. die physischen Formate CD, DVD (Musikvideo), LP und MC noch immer 86,3 Prozent des Gesamtumsatzes aus: Allein der Verkauf von CDs sorgte für 1,131 Mrd. Euro und generierte somit 75 Prozent des Gesamtumsatzes aus dem Musikverkauf.
Die Umsätze aus digitalen Verkäufen legten von 2009 auf 2010 weiter deutlich zu: Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 204 Millionen Euro mit digitalen Produkten erwirtschaftet, das entspricht einer Zunahme von 17,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Diese Zuwächse sind vor allem auf die Entwicklungen im Bereich der sogenannten À-lacarte-Downloads zurückzuführen: 44 Prozent der Umsätze im Digitalmarkt wurden durch den Verkauf von Bundles generiert (91 Mio. Euro), das sind 37 Prozent mehr als im Vorjahr.
Quelle: Bundesverband Musikindustrie
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