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Begriff:

Offene Kanäle

Definition:

Neben dem öffentlich-rechtlichen und dem privatkommerziellen Rundfunk bildet der Bürgerrundfunk mit seinen Offenen Kanälen und nichtkommerziellen Radiostationen die dritte Säule im bundesdeutschen Rundfunksystem. Offene Kanäle sind lokale oder regionale Sender, deren Hörfunk- und Fernsehsendungen von Bürgerinnen und Bürgern auf eigene Initiative und in eigener Verantwortung produziert und zusammengestellt werden. Dabei kann jeder, der seinen Wohnsitz in der BRD hat, die Produktions- und Sendekapazitäten eines Offenen Kanals kostenlos nutzen. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Rechtliche Grundlage für die Offenen Kanäle bilden die Landesmediengesetze sowie die auf deren Grundlage von den Landesmedienanstalten erlassenen Satzungen. Darüber hinaus bestehen für die Offenen Kanäle in einigen Bundesländern Nutzungsordnungen, die wiederum die Bestimmungen der Satzungen umsetzen.